Jagd in Österreich


EIN- UND AUSREISE MIT WAFFEN

Jagdgewehre (Langwaffen) der Kategorien C und D (Büchsen, Flinten) dürfen von Personen über 18 Jahren frei besessen werden. Ausländische Jäger oder Sportschützen dürfen ihre Jagd- und Sportwaffen zum privaten Gebrauch ein- und ausführen (mitbringen), wenn sie einen Europäischen Feuerwaffenpaß haben, die Waffen darin eingetragen sind und sie bei Bedarf den Zweck der Reise nachweisen können (Jagdeinladung, Wettkampfunterlagen,...). 

Auch Munition darf für die mitgeführten Jagd- und Sportwaffen transportiert werden. „Führen", das heißt eine Waffe geladen transportieren, darf man eine Jagdwaffe nur mit einer gültigen Jagdkarte eines österreichischen Bundeslandes oder mit einem Waffenpaß (= Waffendokument).

Faustfeuerwaffen (Pistolen, Revolver), Halbautomaten und Repetierflinten, also sämtliche Schußwaffen der Kategorie B, dürfen nur mit entsprechenden Dokumenten (Waffenbesitzkarte, Waffenpaß) besessen und transportiert werden. Kriegsmaterial und Pumpguns (Kategorie A) sind gänzlich verboten (auch der Besitz).

Kontaktadresse:
Bundesministerium für Inneres

A - 1014 Wien, Herrengasse 7
Tel.: 0043-1-53 126

und die zuständigen Behörden der Bundesländer (Bezirkshauptmannschaften und Landesregierungen).

Wichtige Details über Jagdwaffen:

Schrot: Eine Kaliber-Einschränkung ist nicht vorhanden. Die gängigsten Schrotgrößen sind Kal. 12, 16 und 20. Bleifreier Schrot ist derzeit noch nicht Verpflichtung.

Kugel: Für Schalenwild mindestens 5,5 mm Kaliberdurchmesser und 40 mm Hülsenlänge (auf Schalenwild keine Randfeuerpatronen, keine Schrotpatronen, ...).

Aus der Sicht der Weidgerechtigkeit: Mindestauftreffenergie bei 100 m.  bis 30 kg Wildkörper aufgebrochen 1000 J, bis 80 kg Wildkörper 2000 J, über 80 kg Wildkörper 2500 J.

Ein- /Ausreise mit Trophäen:

Zu beachten sind die veterinärpolizeilichen Bestimmungen - laut EU-Richtlinien 92/118/EWG, abgeändert durch die Entscheidungen 94/466/EG und 96/500/EG. Auch für die Einfuhr nach Österreich gilt, daß Trophäen grundsätzlich veterinärbehördlich kontrollpflichtig sind. Der Import wird erleichtert, wenn die Trophäen sauber verpackt sind und wenn ein Ursprungszeugnis oder eine Bestätigung des Exportlandes (Amtstierarzt, Jagdbehörde, Jagdvermittlung, Bewertungsstelle,...) mitgeführt wird. Bei Vorhandensein solcher Unterlagen entscheidet der Grenztierarzt über die Trophäen. Aus Ländern mit Seuchenverdacht oder -gefahr darf keine Trophäe importiert werden.

Für Trophäen von Tierarten, die dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) unterliegen ist eine diesbezügliche Einfuhrgenehmigung im voraus zu erwirken.

Kontaktadressen:
Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen

A - 1031 Wien, Radetzkystraße 2
Tel.: 0043 - 1 - 711 72

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ( CITES)

A - 1010 Wien, Stubenbastei 5
Tel.: 0043 - 1 - 515 22-0