Aktuell

 

Neues Fachbuch: Wildbret-Direktvermarktung

Hygiene - Zerwirken - Gesetze - Vermarktung

3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage:

Ausbildungsbuch auf Basis des „Hygienepakets“ der EU Alle Rechtsvorschriften in der jeweils geltenden Fassung – Stand September 2014

Wildfleisch ist ein begehrtes und hochwertiges Lebensmittel. Immer mehr Konsumenten lassen ethische und ökologische Aspekte in die Kaufentscheidung mit einfließen. Eine der Antworten darauf ist Wildbret aus freier Wildbahn, denn neben seiner hochwertigen Zusammensetzung wird es tierschutzgerecht und nachhaltig gewonnen. Wildfleisch ist aber – wie anderes Fleisch auch – ein leicht verderbliches Lebensmittel. Der Umgang mit Wildfleisch erfordert daher besondere Sachkenntnis und hohes Verantwortungsbewusstsein. Wildbret, das in Österreich in den Handel kommt, ist durch speziell ausgebildete Jäger, sogenannte „kundige Personen“, einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen, so dass der Konsument sicher sein kann, ein hochwertiges, gesundes und auch sicheres Stück Fleisch zu erhalten. Wo Wild regelmäßig zum Zweck der Direktvermarktung zerlegt und verarbeitet wird bzw. wo es sich um gewerbliche Be- und Verarbeitung handelt, sind Bestimmungen des EU-Lebensmittelhygienerechts sowie diesbezügliche nationale Regelungen zu beachten. Sie alle werden in diesem Fachbuch umfassend dargestellt und stehen insbesondere dem direktvermarktenden Jäger als Hygieneleitlinie und Nachschlagewerk in einer Fülle von Detailfragen zur Verfügung.

Insgesamt ergibt sich eine Gliederung in folgende Hauptteile:

  • Wildfleisch, Hygiene, Qualität und Einflüsse bei der Be- und Verarbeitung
  • Fotoserien „Zerwirken“ – Wildfleisch-Zerlegung in ansprechenden Fotos
  • Rechtslage und Anforderungen im Rahmen der Wildfleischproduktion; Anforderungen an den Lebensmittelunternehmer, an die Arbeitsweise und an die Betriebsstätten
  • Steuer & Sozialversicherung
  • Vermarktung – Wertschöpfung – Preisfindung – Kalkulation
  • Marketing & Werbung

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer
Ass.-Prof. Dr. Peter Paulsen
Dr. Peter Lebersorger
Hans-Friedemann Zedka

3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, 16,5 x 23,5 cm, 192 Seiten, 175 Fotos, viele Grafiken und Tabellen

ISBN 978-3-9501873-9-7

€ 26.– zuzüglich Versandspesen

© 2014 – herausgegeben von der Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände, Wien

Erhältlich bei der Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände

Downloads zum Buch:

  • Formular 1: Stammdatenblatt
  • Formular 2: Vorrangig als private Wohngebäude genutzte Betriebsstätte: Kontrollformblatt, Wareneingang
  • Formular 3a: Betriebsstätte für die Be- und Verarbeitung von Wild: Ausstattung und Betrieb
  • Formular 3b: Betriebsstätte für die Be- und Verarbeitung von Wild: Ausstattung und Betrieb
  • Formular 4: Betriebsstätte für die Be- und Verarbeitung von Wild: Kommissionierung, Versand
  • Formular 5: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: weitere Räume
  • Formular 6: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Kühlraum
  • Formular 7: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Kühlraum
  • Formular 8: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Reinigungs- und Desinfektionsplan (Muster)
  • Formular 9: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Umgang mit Abfällen
  • Formular 10: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Schädlingsbekämpfung
  • Formular 11: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Temperaturaufzeichnung erhitzte Fleischwaren
  • Formular 12: Betriebsstätten für die Be- und Verarbeitung von Wild: Warenein- und Warenausgang
  • Leitlinie zur Sicherung der gesundheitlichen Anforderungen an Personen beim Umgang mit Lebensmitteln

 

Afrikanische Schweinepest

 

Neues Fachbuch: Wildbret-Hygiene

Das Buch zur Guten Hygienepraxis mit Wild

5. Auflage 2013. Vollkommen neu bearbeitete Darstellung des umfassenden Themenbereiches Wildbret-Hygiene auf Basis des „Hygienepakets“ der EU, aktualisiert hinsichtlich der neuen Gesetze und Rechtsvorschriften. Mit spezieller Berücksichtigung der neuen „Bescheinigung für Wildkörper“ und der vorgeschriebenen Dokumentationen. Aufbereitet als modernes Lehrbuch und Nachschlagewerk. Spezielle Berücksichtigung der aktuellen Wildkrankheiten. Mit aussagestarken „Step-by-step“-Fotoserien zum Aufbrechen und Ausweiden.

Insgesamt 256 Seiten mit mehr als 218 Farbfotos und 16 Tabellen. Zur Verwendung sowohl für die Jungjäger-Ausbildung als auch für die Schulung der „kundigen Personen“ sowie für deren Weiterbildung auf Basis der gültigen Gesetze.

Inhaltsübersicht: Rechtliche Grundlagen / Lebensmittel-Sicherheit / Wildfleisch – Wildbret / Mikrobiologie und Hygiene / Anatomie und Physiologie / Jagdmethode und Trefferlage / Untersuchungs-Schema / Untersuchung vor dem Erlegen / Aufbrechen – Ausweiden / Untersuchung beim Aufbrechen (Ausweiden) / Untersuchung am erlegten Wild / Eigenkontrolle, Selbstevaluierung, Checklisten / Wildkrankheiten / Übersichtstabellen Wildkrankheiten / Spezielle Untersuchung / Kühlraum für Wild in der Decke / Transport – Lagerung / Fleischuntersuchung – Kennzeichnung / HACCP und Risikoanalyse / Trichinen-Untersuchung / Wichtige Adressen / IndexAutoren: Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer, Dr. Peter Paulsen, Dr. Peter Lebersorger, Hans-Friedemann Zedka

Format 16,5 x 23,5 cm, 256 Seiten, 218 Farbfotos, 16 Tabellen.

€ 26,–

© 2013 – Herausgegeben von der Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände, 1080 Wien, Wickenburggasse 3,
Tel. +43 (0)1 - 405 16 36, Fax +43 (0)1 405 16 36-28

ISBN 978-3-9501873-8-0

Erhältlich bei den österreichischen Landesjagdorganisationen

 

Jagd-Unfallverhütungsvorschrift (UVV)

Empfehlungen der Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände
Stand: Jänner 2013

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Leitfaden zum zentralen Waffenregister

Der Echtbetrieb des ZWR und damit die Registrierung von Schusswaffen aller Kategorien im ZWR beginnt am 1. Oktober 2012. Auch die Registrierung von bereits derzeit besessenen Schusswaffen der Kategorie C im ZWR – Registrierung des Altbestandes - startet mit 1. Oktober 2012 und endet am 30.6.2014.

  • Download Broschüre Zentrales Waffenregister

  • Download Formular Registrierung Kat C

  • Download Beiblatt für weitere Schusswaffen Kat C und D

  • Download Beiblatt für weitere Schusswaffen Kat C

 

Änderungsvorschlag betreffend die EU-WaffenRichtlinie – keine Einigung im „TRILOG“

Im März 2006 wurde von der Europäischen Kommission ein Vorschlag eingebracht, die EU-Waffenrichtlinie aus 1991 dem UNO-Protokoll aus 2001 („betreffend die Bekämpfung der unerlaubten Herstellung von und des unerlaubten Handels mit Schusswaffen, Teilen davon und Munition – gegen die grenzüberschreitende Kriminalität“) anzupassen. Dieser Vorschlag war zielführend und allgemein anerkannt, da er mit Augenmaß erstellt wurde.

Bis dahin  berichtete die Europäischen Kommission stets positiv über die Waffenrichtlinie, die 1991 verabschiedet wurde. Die Richtlinie funktionierte gut, auch die 10 Beitrittsländer 2004 haben diese Richtlinie zwischenzeitig gut umgesetzt. Das von der EU-Kommission im Jahr 2001 unterzeichnete UNO-Protokoll richtete sich gegen das organisierte Verbrechen und gegen die internationale Kriminalität. Einige Elemente des Protokolls sollten nun durch den Vorschlag auch in der Waffen-Richtlinie umgesetzt werden – vor allem was die Kennzeichnung bei der Herstellung von Schusswaffen oder das Führen eines Waffenbuchs durch Waffenfachhändler betrifft. Viele Mitgliedstaaten hatten diese Inhalte des UNO-Protokolls längst umgesetzt.

Das Europäische Parlament wurde von der Kommission im Wege des Mitentscheidungsverfahrens eingeschaltet. Die deutsche Berichterstatterin im zuständigen Ausschuss für Binnenmarkt (IMCO), die Abgeordnete Gisela Kallenbach (Grüne), sah seit 1991 einen „langen Zeitraum vergangen“ und wollte in eine ganz andere Richtung gehen: Nämlich die Waffenrichtlinie grundlegend überdenken und erneuern. Tatsächlich nützte aber die Grüne Abgeordnete Kallenbach diese bevorstehende Änderung der Waffenrichtlinie als offenbar willkommenen Anlass, das europäische Waffenrecht generell „strenger und restriktiver“ zu machen.

Bei Prüfung der Tatsachen kam heraus, dass die von der UNO geforderten Grundsätze über Kennzeichnung der Schusswaffen durch die CIP-Normen seit Jahrzehnten längst umgesetzt waren. Mit der Waffenrichtlinie 91/477/EWG waren alle beteiligten Interessen durchwegs zufrieden. Es wurde daher durch den Vorstoss der Grünen Abgeordneten Kallenbach befürchtet, durch eine Abänderung der Waffenrichtlinie in Richtung „unerlaubte Herstellung / unerlaubter Handel von Waffen“ gleichsam das Kind mit dem Bade auszugießen und die gut funktionierende Richtlinie zu verfälschen oder zu erschweren. Diese Befürchtungen erwiesen sich allesamt als wahr.

Folgende diskutierten Änderungen, die von Frau Kallenbach massiv gefordert werden, bringen eine völlige Beseitigung des genehmigungsfreien Jagd- und Sportwaffenbesitzes mit sich, und zwar durch die Abschaffung der bestehenden 4 Kategorien (verbotene – genehmigungspflichtige – meldepflichtige – freie Waffen / Kategorien A – B – C – D) mit sich. Ein Ende des freien Waffenbesitzes und die lückenlose zentrale Registrierung aller Waffen wäre die Folge einer solchen Beschlußfassung.

1)     „Abschaffung der 4 Kategorien von Schußwaffen“; dann gäbe es nur noch „verbotene“ und „genehmigungspflichtige“ Waffen

Nach der beabsichtigten Version finden die 4 Kategorien keinen Niederschlag mehr im Text der Richtlinie.

* Kategorie C und D werden abgeschafft, da jede Waffe einem Besitzer (zentral erfasst) zugeordnet werden muss;

* Kategorie C und D benötigen in Zukunft eine „licence or permit“ (Besitzerlaubnis) und entsprechen dadurch der Kategorie B;

* Kategorie C und D dürfen nur von Personen erworben werden, die eine Bewilligung (Erwerbberechtigung) haben und entsprechen damit der Kategorie B.

2)     Zentrales Registrierungssystem

Mit der Einführung eines Zentralen Erfassungssystemes wird nicht nur das Recht auf freien Waffenbesitz eliminiert sondern werden auch die Kategorien C und D abgeschafft.

Die Umsetzung dieser Bestimmung bedeutet, dass in Österreich der gesamte Waffenbestand aller Sport- und Jagdflinten und Sport- und Jagdbüchsen erfasst werden muss.

3)     Alterslimit – 18 Jahre – auch für Sport und Jagd – ohne Ausnahme

Der Änderungsvorstoss will einen Erwerb von Schusswaffen streng an das Erreichen des 18. Lebensjahres binden. Damit würde sowohl dem Sportschiessen bei Jugendlichen als auch der Jagd ab dem erreichten 16. Lebensjahr (wie in Österreich nach Sondergenehmigung im Sinne des Waffengesetzes) ein Riegel vorgeschoben werden.

4)     Auftrag zu einer Studie, die die Abschaffung der 4 Kategorien (Jagd- und Sportwaffen) zum Inhalt hat

Eine vom Parlament beauftragte Suggestivstudie, die den Weg zur Beseitigung des freien Waffenbesitzes durch völlige Abschaffung aller anderen Waffenkategorien außer von „verbotenen“ und „genehmigungspflichtigen“ Waffen zum Inhalt hätte, entlarvt das Vorgehen der Grünen Abgeordneten Kallenbach. Die Studie wäre binnen 3 Jahren zu erstellen. Begründet wird dies schon heute mit einer „Vereinfachung“ der Kategorien.

Die Landesjagdverbände halten fest, dass der Vorschlag der Europäischen Kommission tatsächlich das UNO-Protokoll umsetzte und nach wie vor breite Zustimmung erfährt.

Der jetzt diskutierte Vorschlag des Europäischen Parlaments reicht dagegen weit über das Ziel der UNO hinaus. Die Landesjagdverbände ersuchen daher alle Abgeordneten, dieser versteckten Verschärfung des Waffenerwerbs und Waffenbesitzes nicht die Zustimmung in Form ihrer Stimme zu geben!

Im Trilog, einer Einrichtung, in welcher die Ratspräsidentschaft (derzeit Portugal) versucht, die Meinung des Parlaments, der Kommission und des Rates zusammenzuführen, kam am 18.9.2007 keine Einigung zustande. Es gelang nicht, die Vorschläge der Grünen Abgeordneten Kallenbach abzulenken oder zu entfernen. Diskutiert wurden zahlreiche Kompromisse – etwa beim Alterslimit oder bei einem „langsamen Einschleifen einer längerfristigen Registrierung aller Schusswaffen“ – jedoch ohne allgemeine dreiseitige Zustimmung. Der Ministerrat, wo auch Österreichs Meinung durch den Innenminister vertreten wird, ließ sich nicht auf die Vorschläge der Abgeordneten Kallenbach ein – diese hielt wiederum an ihrer Idee von künftig bloß 2 Kategorien fest. Bis zur Abstimmung im November im Europäischen Parlament soll noch ein neuerlicher Einigungsprozess in Angriff genommen werden – ein weiterer „Trilog“. Sollte dort ein gemeinsamer Standpunkt ausverhandelt werden, könnte das Parlament im November die Angelegenheit endgültig abstimmen.

Die Landesjagdverbände und beteiligten Institutionen (Waffenfachhandel, Büchsenmacher, Wirtschaftskammer, Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich – IWÖ) werden daher weiterhin den Standpunkt für eine Beibehaltung der EU-Waffenrichtlinie und für den Kommissionsvorschlag propagieren. Es wird noch ein heisser Herbst!

Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände

Neues Fachbuch - WILDBRET-DIREKTVERMARKTUNG

Hygiene - Zerwirken - Gesetze - Vermarktung

Wildfleisch ist ein begehrtes und in seiner Zusammensetzung hochwertiges Lebensmittel, vom Jäger in freier Wildbahn tierschutzgerecht und nachhaltig gewonnen. Der Umgang mit Wildfleisch erfordert besondere Sachkenntnis und hohes Verantwortungsbewusstsein. Wildbret, das in Österreich in den
Handel kommt, ist durch speziell ausgebildete Jäger, sogenannte „kundige Personen“, einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen, so dass der Konsument sicher sein kann, ein hochwertiges, gesundes und auch sicheres Stück Fleisch zu erhalten.

Jagd, wie sie heute zu verstehen ist, nutzt den nachwachsenden Überschuss – gleichsam die Zinsen – der Natur. Es war zu jeder Zeit und insbesondere heute ein wesentliches Argument für den Sinn der Jagd, dass dabei wertvolle Lebensmittel gewonnen werden. Korrekter Umgang mit Wildbret ist daher auch ein Teil der Weidgerechtigkeit.

Beim Umgang mit Lebensmitteln ist selbstverständlich eine Reihe von Gesetze und Verordnungen zu beachten. All diese speziellen Hygienevorschriften werden in diesem Buch dargestellt.

Insgesamt ergibt sich eine Gliederung in folgende Hauptteile:

  • Wildfleisch, Hygiene, Qualität und Einflüsse bei der Be- und Verarbeitung
  • Fotoserien „Zerwirken“ – Wildfleisch-Zerlegung in ansprechenden Fotos
  • Rechtslage und Anforderungen im Rahmen der Wildfleischproduktion; Anforderungen an den Lebensmittelunternehmer, an die Arbeitsweise und an die Betriebsstätten
  • Anleitungen zur Vermarktung mit Rezeptteil

Dieses Buch soll allen, die Wildbret gerne selbst essen, es vermarkten oder es in irgendeiner Form beoder verarbeiten, als Hygieneleitlinie zur Verfügung stehen: dem Jäger als Direktvermarkter, dem Wildbretliebhaber, dem Fleischhauer, dem Gastwirt, dem Koch und dem Personal der Gemeinschaftsküchen, aber auch den Schülern und Studenten einschlägiger Fachrichtungen.

Wildbret-Direktvermarktung
Hygiene – Zerwirken – Gesetze – Vermarktung

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer
Ass.-Prof. Dr. Peter Paulsen
Dr. Peter Lebersorger
Hans-Friedemann Zedka

16,5 x 23,5 cm, 176 Seiten, 165 Fotos,
viele Grafiken und Tabellen
€ 16,–

ISBN 978-3-9501873-2-8
© 2007 – herausgegeben von der
Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände,
Wickenburggasse 3, 1080 Wien,
Tel. 01/405 16 36, Fax 01/405 16 36-28,
E-mail: jagd@ljv.at
Erhältlich bei den österreichischen Landesjagdorganisationen.

Download Formulare zur Dokumentation: dv_form.pdf

Download Untersuchungsantrag auf Wutkrankheit

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Geflügelpest & Wildtiere

INFORMATION ZUR GEFLÜGELPEST

Die 3. Änderung der Geflügelpest-Risikogebietsverordnung 2006 - BGBl. II Nr. 160/2006 - hat folgende für alle Jägerinnen und Jäger sowie Jagdaufseher wichtige Änderung (Wirksamkeit ab 15.4.2006)  gebracht:

"Neben toten Wasservögeln ist auch künftig das Auffinden toter Greifvögel an die Bezirksverwaltungsbehörde zu melden! Der amtstierärztliche Dienst hat künftig auch verendete Greifvögel - so wie bisher verendete Wasservögel - an das nationale Referenzlabor für Geflügelpest einzusenden." 

Jagdschutzorgane können diesbezüglich - wie schon bisher - als  ortskundige Experten entsprechend ausgerüstet zur Unterstützung des  Amtstierarztes herangezogen werden.

 

Tagesaktuelle Infos zum Thema Geflügelpest finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit unter:

http://www.bmgf.gv.at/

Geflügelpest-Risikogebietsverordnung: Neue Rechtslage ab 10.3.2006

Jagd auf Wildvögel wie Waldschnepfen, Raufusshühner, Aaskrähen, Elstern und Eichelhäher wieder möglich!

Verbot der Jagd auf Wasserwild in ganz Österreich bleibt vorerst bestehen !

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen hat am 9.3.2006 – nach Gesprächen mit der Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände (Dr. Peter Lebersorger und Dr. Rudolf Winkelmayer) – die „Geflügelpest-Risikogebietsverordnung“ mit dem BGBl. II Nr. 103/2006 abgeändert. Die Gebietskulisse dieser Verordnung ist zwar nach wie vor das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich („Risikogebiet“), jedoch ist ab 10.3.2006 die Bejagung des Federwildes (ausgenommen Wasserwild) wieder möglich und zulässig – es sei denn, ein Schutzgebiet oder Überwachungsgebiet würde die Jagd auf sämtliche Wildvögel untersagen!

Die Verordnung, die sich auf das Tierseuchengesetz stützt ist von jedermann, von allen Tierhaltern, Jagdausübungsberechtigten, Jägerinnen und Jägern, einzuhalten!

Folgende Maßnahmen betreffen die praktische Jagdausübung:

* Jede Jagd auf Wasserwild ist verboten. Die Bejagung der Waldschnepfe und der Raufusshühner ebenso wie die Bejagung von Aaskrähen, Elstern oder Eichelhähern ist damit wieder ab 10.3.2006 erlaubt. Auch das Betreiben von Krähenfängen ist wieder erlaubt. * Tot aufgefundene Wasservögel sind der Bezirksverwaltungsberhörde zu melden und vom Amtstierarzt an das nationale Referenzlabor für Geflügelpest zur Untersuchung einzusenden. Jagdaufseher haben bei der Sicherstellung und Bergung tot aufgefundener Wasservögel mitzuwirken – unter Verwendung der Ausrüstung der Behörden. * Haltungen von Geflügel und anderen Vögeln sind der Behörde zu melden. Die Haltungen haben in Stallungen oder in geschlossenen Haltungsvorrichtungen (zumindest nach oben abgedeckte Voliere) zu erfolgen. Ein Kontakt zu wild lebenden Wasservögeln muss dadurch ausgeschlossen werden. * Veranstaltungen, wie Tierausstellungen oder Tierbörsen etc., können von der Behörde untersagt werden.

In einer weiteren Verordnung, der Wildvogel-Geflügelpestverordnung 2006, in der derzeitigen Fassung BGBl. II Nr. 100/2006, werden regelmässig Schutzzonen und Überwachungszonen um die Fundstellen von positiven Tieren festgelegt. In Schutzzonen und Überwachungszonen ist die Jagd auf alle Wildvögel verboten. Dies verlangt die EU von jedem Mitgliedstaat.

Um stets auf dem aktuellsten Stand zu sein, sollten alle Jägerinnen und Jäger die diesbezüglichen Nachrichten verfolgen oder sich über das Internet informieren: www.bmgf.gv.at

Stand vom 9. 3. 2006 vormittags

Semesterferien:
Notsituation für die Wildtiere!

Besonders bei tiefwinterlichen Temperaturen und hoher Schneelage leiden die Wildtiere zusätzlich unter vielfältigen Störungen: Zu Joggern, Reitern, Mountain-Bikern und Wanderern kommen jetzt noch vermehrt Schifahrer, Snowborder, Langläufer, Tiefschneefahrer, Eiskletterer und Off-Road-Tourengeher, die alle höchsten Naturgenuss erleben möchten.

Was jedoch für den Menschen angenehm ist, hat für Pflanzen und Tiere vielfach nicht einschätzbare negative Auswirkungen. Oft führen Loipen und Pisten zu nahe an Fütterungen und Einstandsgebieten des Wildes vorbei, die Folge sind kräfteraubende Fluchten im Tiefschnee.

  • Jede Störung bewirkt einen enorm erhöhten Energiebedarf bis zum 60-fachen des Normalwertes!
  • Lebenswichtige Fettreserven werden frühzeitig verbraucht.

Die österreichischen Landesjagdverbände bitten alle Nutznießer unserer schönen Landschaft um Verständnis für die erschwerten Lebensbedingungen des Wildes:

  • Bleiben Sie bitte auf den markierten Pisten, Schiabfahrten, Loipen und Wegen!
  • Weichen Sie bitte Wildfütterungen großräumig aus!
  • Führen Sie begleitende Hunde bitte an der Leine!
  • Beachten Sie bitte die Beschilderungen!

Die Jäger wünschen allen Wintertouristen einen erholsamen Aufenthalt in unserer schönen Winterlandschaft und danken für die Rücksicht auf Wildtiere und Natur!


Jungtiere in Wald und Feld: Tierfreundliches Verhalten ist angesagt!

In den kommenden Wochen steigt die Anzahl der Erholungsuchenden und Freizeitsportler erheblich an, unsere Natur wird oft übermäßig strapaziert. Damit steigen aber zwangsläufig auch die Beeinträchtigungen für die freilebende Tierwelt. Das dichte Wege- und Straßennetz ermöglicht ja ohne Anstrengung selbst den Zugang in die entlegendsten Gebiete und damit oft in die letzten Refugien der Wildtiere.

Gerade jetzt – zur Zeit der kleinen Rehkitze und Junghasen – kann menschliche Gedankenlosigkeit für Tierbabys und Jungtiere schwerwiegende Folgen haben. Wenn z. B. die Rehkitze durch Störungen des Menschen nicht von ihrer Mutter gesäugt werden können, werden sie in ihrer gesunden Entwicklung behindert. Folgenschwer kann es sich auswirken, wenn ein vermeintlich verwaist in der Wiese gefundenes Reh-Baby gestreichelt wird. Hier besteht die Gefahr, daß das Kitz wegen des menschlichen Geruchs an seinem Haarkleid von der Muttergais nicht mehr angenommen wird und verhungern muß.

Um die Tiere vor vermeidbaren Störungen zu bewahren, werden alle Erholungsuchenden um wildfreundliches Verhalten gebeten, beispielsweise:

  • auf den Wegen zu bleiben,
  • Hunde an die Leine zu nehmen,
  • Vögel nicht bei der Aufzucht zu stören (etwa durch Fotografieren),
  • Rehkitzen und anderen Jungtieren weiträumig auszuweichen,
  • keinen Abfall in der Natur zurückzulassen.

Allein durch diese Rücksichtnahme kann jeder einzelne einen wertvollen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung unserer Tierwelt leisten.


Wildfleischverordnung

Per 27. Februar 2003 teilte das Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen wie folgt mit:

(GZ: 39.111/0-VII/B/7/03)

Definition von Wildsammelstellen

Gemäß § 4 Abs. 1 Wildfleischverordnung BGBL Nr. 400/1994 idF. BGBL II Nr. 378/2002 muss Wild nach dem Erlegen ehestmöglich gemäß Anhang Kapitel 3 zugerichtet und hygienisch einwandfrei abgekühlt werden.

Dies kann entweder in reviereigenen Einrichtungen, wie Kühlzellen oder Wildkammern oder in Wildsammelstellen oder in Wildbearbeitungsbetrieben erfolgen.

Als Sammelstellen nach der Wildfleischverordnung sind nur jene Anlagen einzustufen, in denen Wild aus mehreren Jagdrevieren zur Kühlung und Lagerung verbracht wird und die Lagerung bis zur Abholung länger als 24 Stunden dauert.

Abt. VII/B/7